Tiere suchen ein Zuhause – Tierheim Karlsruhe

„Tiere können nicht für sich selbst sprechen. Und deshalb ist es so wichtig, dass wir als Menschen unsere Stimme für sie erheben und uns für sie einsetzen.“ Dieses Zitat von Gillian Anderson ist das Motto des Tierheims Karlsruhe, das in der Hermann- Schneider-Allee 20 in Karlsruhe Daxlanden ansässig ist.

Das Tierheim wurde 1959 gegründet und steht heute in regem Austausch mit anderen Tierheimen, die sich in Notfällen auch untereinander helfen können. So wird das Tierheim zum Beispiel kontaktiert,wenn viele Tiere auf einmal ein neues Zuhause brauchen und ein einzelnes Tierheim ein derartiges Ausmaß nicht mehr allein kompensieren kann.

Wer ein neues Tier haben möchte, kann zu den auf der Website veröffentlichten Öffnungszeiten kommen, sich umschauen und beraten lassen: https://www.tierheim-karlsruhe.de/

Außer der Aufnahme von Fund- und Abgabetieren und der Vermittlung dieser, bietet das Tierheim außerdem noch eine Tierpension an, in der man sein Tier abgeben kann, wenn man in den Urlaub fährt oder es einem aus privaten Gründen vorübergehend nicht möglich ist, sich um sein Tier zu kümmern. Auch die Erdbestattung oder Einäscherung geliebter verstorbener Haustiere bietet das Tierheim an.

Zurzeit beschäftigt das Tierheim 18 Mitarbeiter, darunter Teilzeitkräfte, Auszubildende und einen BFDler sowie 5 Vollzeitkräfte.

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Die Tiere

Diese 18 Mitarbeiter kümmern sich im Schnitt um etwa 150 Tiere. Davon sind der Hauptanteil Hunde, aber auch um Vögel, Katzen, Reptilien und Kleintiere wie Meerschweinchen oder Kaninchen kümmert sich das Tierheim.

Hierbei unterteilt man die Tiere in 2 Kategorien: Fundtiere und Abgabetiere. Abgabetiere sind solche ,die von den Besitzern im Tierheim abgegeben wurden. Meistens weil diese mit ihnen nicht mehr klar kamen.

Fundtiere sind hingegen solche, die von der Polizei, der Wildrettung oder einzelnen Personen gefunden und dann im Tierheim abgegeben wurden, ohne das jemand weiß, wer die früheren Besitzer waren, wie das Tier heißt und welche Vorgeschichte es hat. Daher müssen die ausgebildeten Tierpfleger sich durch die Vorinformationen, die sie von der Polizei zur Auffindung bekommen haben, sowie durch längeres Beobachten des Verhalten des Tieres ein Bild über dessen Wesen machen.

Ein gutes Beispiel für ein Fundtier und eine repräsentative Geschichte für viele Tiere im Tierheim, bietet die Geschichte von Muck:

Muck ist ein 1 Jahr alter Chihuahua, der von seinen Besitzern einfach in einer Tasche ausgesetzt wurde. Der Grund dafür ist völlig unklar, da Muck lieb und anhänglich ist. Zwar ist er momentan noch etwas verstört und ängstlich, was auf Grund seines Erlebnisses auch durchaus verständlich ist, aber dennoch ist er sehr aufgeschlossen. Er ist auch sehr beliebt in der Jugendgruppe, die mit einigen Hunden des Tierheims einmal in der Woche Gassi geht. Den Pflegern des Tierheims ist es völlig unverständlich wie man so einen Hund aussetzten könnte und warum man ihn, wenn man ihn schon los werden wollte, nicht einfach ins Tierheim gebracht hat, anstatt ihn einfach irgendwo zurück zu lassen.

Leider teilen einige der Hunde im Tierheim Mucks Leidensgeschichte.

Eine weiteres Beispiel für eine größere Gruppe von Hunden im Tierheim bieten die Kangals Diva und Haydud. Kangals sind ein Rasse von ziemlich großen Herdenschutzhunden, die eine besondere Art der Erziehung und viel Platz benötigen, da sie sonst in stark beschützerische ,anderen Leuten und Hunden gegenüber aggressive Verhaltensweisen verfallen können, da sie den starken Drang haben ihre Familie zu verteidigen. Um einen Kangal zu halten, braucht man daher viel Platz und eine liebevolle, aber bestimmte Erziehung und außerdem Kraft. Denn auch wenn ein Kangal eine liebevolle und treue Seele ist, kann sein Schutztrieb für Außenstehende bei falscher Erziehung gefährlich werden.

Dennoch legen sich einige Leute solch große und territoriale Hunde wie einen Kangal als Statussymbol an und kümmern sich dann nicht richtig um sie. Dann passen sie noch dazu nicht richtig auf, woraufhin die Hunde ausbrechen und es dabei zu Unfällen oder Beißvorfällen kommt. Daraufhin werden die Hunde dann beschlagnahmt und ins Tierheim gebracht und da diese Hunde mit ihren teilweise 80 Kilo schwer zu vermitteln sind, gehören sie leider zu den Langzeitkandidaten des Tierheims, die dann auch mal 5 oder 6 Jahre im Tierheim bleiben, bis dann jemand kommt, der über die früheren Vorfälle hinwegsieht und sieht was für ein toller Hund eigentlich dahinter steckt und dann mögliche Maulkorb und Leinenpflichten akzeptiert, um den Hund dann doch adoptieren zu können.

Dieses Schicksal der Kangals teilen viele der größeren Hunde mit Schutztrieb im Tierheim.

Dann gibt es aber auch noch eine weitere Art Hund im Tierheim, die entweder nur außerhalb von Baden Württemberg vermittelt werden dürfen, bei denen die Chance sogar verschwindend gering ist, dass sie noch vermittelt werden können oder die möglicherweise sogar unter Dauerverwahrung stehen. Dies tritt dann auf, wenn einem Hund der Wesenstest aberkannt wurde, er unter die Kampfhundeverordnung fällt oder als gefährlich eingestuft wurde.

Momentan findet man hierzu unter anderem Bill, Lio und Sascha im Tierheim Karlsruhe. Bill ist ein Staffordshire Terrier, der nur außerhalb von Baden Württemberg vermittelt werden kann und Lio und Sascha sind Mischlinge, die auf Grund früherer Vorfälle nur sehr schwer zu vermitteln sein werden.

Im Gegensatz zu den Hunden sind Katzen, Vögel und Kleintiere meistens ziemlich schnell und einfach wieder vermittelt.

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Die Adoption

Einen Hund zu adoptieren ist nicht annähernd so kompliziert wie man denkt:

Wer ein Tier adoptieren möchte, kann sich entweder auf der Homepage oder direkt vor Ort die Tiere anschauen und sich für ein Tier entscheiden. Wobei es immer sinnvoller ist, das vor Ort zu tun, wo man das Tier in Aktion sehen kann und damit einen besseren Eindruck von ihm gewinnt.

Wer sich für ein Tier entschieden hat, wendet sich an die Tierpfleger, die einen dann dazu beraten, ob das Tier auch wirklich in das Familiengefüge passt.

Dann geht man (bei Hunden) mit diesem Tier mehrmals ein wenig spazieren, bis man sich sicher ist, dass der Hund auch wirklich zu einem passt und man mit ihm klar kommt.

Wenn soweit alles stimmt, schauen sich Mitarbeiter des Tierheims das zukünftige Zuhause des Tieres an und wenn diese dann ihr okay geben, kann man das Tier erst mal für eine Probezeit von 4 – 5 Tagen mit nach Hause nehmen.

Nach gutem Verlauf der Probezeit wird schließlich der Vertrag unterschrieben und man kann sein neues Familienmitglied endgültig mit nach Hause nehmen.

Erst nach etwa einem Jahr macht das Tierheim noch mal einen Nachbesuch, um sicherzustellen, dass nach wie vor alles okay ist und das Tier ein angenehmes zuhause hat.

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Wie kann ich helfen?

Du willst helfen? Weißt aber nicht was du tun könntest? Hier sind einige Vorschläge:

Das Tierheim sucht immer Freiwillige, die mit den Hunden spazieren gehen und dadurch vielleicht sogar zu einer Vertrauensperson des Hundes werden. Hierfür musst du nur eine einmalige Schulung mitmachen, die dich darauf vorbereitet und dann kann es los gehen. Die Termine dazu findest du auf der Website des Tierheims.

Aber keine Sorge, du bekommst natürlich nicht gleich den schwierigsten Hund verpasst. Die Tierpfleger stufen die Hunden nach Schwierigkeitsgrad ein und stellen dann sicher, dass du einen Hund bekommst mit dem du auch klar kommst. Wenn du mit der Zeit besser und sicherer wirst, kannst du dich aber natürlich auch hocharbeiten.

Du bist nicht so der Hundemensch?

Kein Problem du kannst natürlich auch gerne zum Katzen streicheln vorbei kommen.

Und wenn du es bevorzugst lieber nicht direkt mit den Tieren zu tun zu bekommen, kannst du auch beim Saubermachen der Katzenabteilungen helfen oder einem der Aufrufe zur Hilfe bei Renovierungsarbeiten folgen. Wenn du handwerklich begabt bist, wird auch immer jemand gesucht, der hilft Dinge zu reparieren.

Du willst lieber nichts körperlich machen? Hast keine Zeit dich aktiv körperlich zu engagieren oder wohnst zu weit weg?

Dann gibt es natürlich immer die Möglichkeit Geld zu spenden (https://www.tierheim-karlsruhe.de/spenden-und-helfen/ ) , Futter auf der Amazon Wunschliste des Tierheims zu bestellen und zu spenden (gelber Sticker auf der Website), Pate zu werden (https://www.tierheim-karlsruhe.de/spenden-und-helfen/werden-sie-pate/ ) oder eine Testamentspende zu vollziehen (https://www.tierheim-karlsruhe.de/spenden-und-helfen/testamentsspende/ ).

Egal wie: Hilf mit und trage deinen Teil dazu bei ,die Welt für diese Tiere zu einem schöneren Ort zu machen!

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