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Kapitel 13

Als seine unglaublich weichen Lippen, die meinen trafen, war meine Schwäche auf einmal wie weggeblasen. Es war völlig anders Sam zu küssen als bei jedem anderen Kerl, den ich bisher geküsst hatte. Jede seiner Berührungen jagte Stromschläge durch meinen Körper und seine sanften und dennoch forschen Küsse, die mir sagten, dass er genauso fühlte wie ich, entzündeten ein Feuer in meinem Inneren, das mich nach mehr gieren ließ. Ich versuchte nach Luft zu schnappen, doch andererseits konnte ich meine Lippen nicht mal eine Sekunde von den seinen lösen. Ich wollte, dass dieser Moment niemals endete. Ich schlang meine Arme um Sams Hals und presste mich noch enger an ihn. Unsere Körper berührten sich jetzt überall und dennoch war ich ihm noch nicht nah genug. Unsere Lippen öffneten sich fast gleichzeitig und Sams Zunge drang in meinen Mund. Der Kuss wurde heftiger. Verlangender. Seine Hände gaben den Platz auf meinen Hüften auf und wanderten weiter hinunter zu meinem Hintern. Ich stöhnte leise in seinen Mund als sie dort liegen blieben und meinen Hintern umfassten. Meine Hände spielten mit seinen Haaren. Sams Lippen trennten sich von meinen, was mir einen protestierenden Laut entlockte, der sich jedoch gleich in ein Keuchen verwandelte als seine Lippen meinen Hals entlang küssten und die empfindliche Haut dort liebkosten. Ich vergrub meine Finger in seinen Haaren und schloss die Augen.

 

Mein Kopf lag auf seiner nackten Brust. Ich spürte wie seine Hände durch mein nicht mehr ganz so ordentliches Haar strichen.

Wir beide waren mit den Gedanken ganz wo anders und völlig ausgepowert. Es hatte sich herausgestellt, dass die in den letzten Wochen gewonnene Ausdauer sich auch im Bett als nützlich erwies. Ich wusste nicht mehr wie oft hintereinander wir es getan hatten. Ich habe irgendwann aufgehört mitzuzählen. Wir beide hatten offensichtlich versucht dem anderen so nah wie möglich zu sein, bevor die Realität uns wieder einholte und es hatte sich herausgestellt, dass Sam wesentlich mehr Ausdauer besaß als ich.

Ich lachte leise.

„Ich bin gerade sehr froh, dass ich superschnell regeneriere.“

„Das hätte nicht passieren sollen.“, meinte Sam ernst ohne auf meinen Kommentar einzugehen.

Ich drehte den Kopf so, dass ich ihm ins Gesicht sehen konnte. Er sah nachdenklich aus und genauso ernst wie er geklungen hatte.

Ich nickte.

„Ich weiß.“, sagte ich nun ebenso ernst.

Ich verstand ihn. Das hier konnte nicht gut ausgehen. Es hieß ja schon, dass man keine Kollegen daten sollte, nur dass es hier noch schwieriger war, da fehlende Zusammenarbeit und Gefühle wie wir sie hatten zu ernsthaften Gefahren führen konnten, wenn nicht sogar zum Tod. Es war viel zu gefährlich so zu empfinden. Ich wusste das. Er wusste das. Und dennoch hatten wir das was passiert war nicht verhindern können. Oder wir wollten es nicht. Ich sah da keine Unterschied. Es war als würde ich gegen eine Naturgewalt ankämpfen, die mich zu ihm zog.

„Was wollen wir jetzt tun?“, fragte ich, obwohl ich glaubte die Antwort darauf bereits zu kennen.

Sanft schob er mich von seiner Brust und stand auf, um seine Sachen zu suchen und sich anzuziehen.

„Das hier ist nie passiert und wird auch nie wieder passieren. Wir machen weiter wie zuvor und hoffen, dass diese Gefühle verschwinden, bevor sie uns umbringen.“, antwortete er fest und dennoch meinte ich in seiner Stimme eine Hauch von dem Schmerz zu hören, denn auch ich bei diesen Worten fühlte.

Er schlüpfte in seiner Boxershorts und warf mir meine Sachen zu. Ich fing sie auf, schlug die Decke zurück und zog mich ebenfalls an. Ich meinte Sams Blick auf mir zu spüren, doch als ich mich umdrehte, konzentrierte er sich auf sein Oberteil.

„In Ordnung. Das hier ist nie passiert.“, flüsterte ich zustimmend, da ich meiner Stimme nicht traute.

Sam nickte noch einmal und verschwand dann schnell aus meinem Zimmer. Wahrscheinlich ging er Dean Bescheid sagen, dass ich wach war. Ich setzt mich auf mein Bett. Bei dem Gedanken daran, dass das was eben zwischen Sam und mir passiert war nie wieder passieren würde, dass er mich nie wieder so berühren würde, bekam ich bereits jetzt Sehnsucht nach ihm. Das würde deutlich schwerer werden als es sich angehört hatte. Wie ein Entzug.