Leben

Die Scherben des Spiegels liegen im ganzen Raum verstreut. Ich knie auf dem Boden. Meine Beine sind blutig. Von draußen höre ich gedämpft Stimmen zwischen den ohrenbetäubenden Bässen. Sterne funkeln mir durch die geschlossenen Fenster entgegen. Die blutige Scherbe in meiner Hand.

Mein Gesicht verzerrt in den Resten des Spiegels. Eine fremde Gestalt. Ich höre ein fröhliches Lachen. Tränen rinnen meine Wangen hinunter. Die Scherbe schneidet in meine Haut. Ein letztes Lachen. Ich spüre es nicht.

-Vanessa Schmidt