Lärm des Todes

Nebel schwebt über dem Wasser. Ein dunkler See. Kaum sichtbar in der Dunkelheit. Es herrscht absolute Stille. Kein Vogel zwitschert. Das einzige Geräusch ist der Wind, der um meine Ohren saust. Meine Haare wehen im Wind.

Ich stehe oben auf der Klippe und schaue gen Himmel. Auch der Himmel ist dunkel. Wolkenverhangen.

Hinter mir nur dunkler Sand und Staub. Der Nebel versperrt die Sicht auf alles andere. Nur ein einzelner Baum steht verlassen in meinem Blickfeld.

Das Wasser peitscht gegen die Klippe. Mein schwarzes Kleid wird vom Wind hin und her gezerrt. Ich friere. Mein Blick ruht auf dem tosenden Wasser.

Nur ein Schritt. So einfach. Der Wind trägt ein Lachen zu mir heran.

Ich trete nach vorne. Eine Träne rinnt über mein Gesicht.

Ich bin schon lange tot.

-Vanessa Schmidt