Freiheit

Ich stehe allein in einem Raum, in dem alle in Pärchen zusammen stehen. Gleich aussehende Menschen in weißen Uniformen, die alle an ihrem Handgelenken an einen Partner gebunden sind.

Ich beobachte die anderen und atme auf. Meine schwarze Jogginghose hängt locker an meinen Beinen. Mein Blick gleitet auf mein Handgelenk. Es ist frei. Kein Eisenring schlingt sich darum.

Die anderen empfinden diese Bindung als einen Segen, aber ich sehe was es wirklich ist: Fesseln.

Ein Teil meines Gehirns leugnet diese Erkenntnis. Möchte so sein wie die anderen. Aber der wesentlich größere Teil erkannte, dass es ein Segen war sich von den anderen abzuheben.

Ich war frei.

-Vanessa Schmidt